Was treibt dich an?
Disclaimer: Dieses Bild ist KI-generiert und soll kein weibliches Körperideal darstellen, sondern die Intensität der inneren Antreiber vermitteln
In der turbulenten Welt verlieren wir oft den Blick dafür, warum wir bestimmte Dinge so machen, wie wir sie machen. Je stärker wir unter Druck sind, desto mehr tendieren wir dazu, in Automatismen zu verfallen, also Handlungsweisen, sie sich früher schon als nützlich bewiesen haben.
Dazu gibt es viele Theorien und Hinweise. Eine Theorie, die mir besonders gut gefällt und besonders viel Input gebracht hat, war die Theorie der inneren Antreiber.
Warum sollten wir uns mit unseren inneren Antreibern auseinandersetzen? Weil sie oft und unbemerkt den Kern unseres Handelns und unserer Entscheidungen bilden. Indem wir uns bewusst werden, wie diese Antreiber unser Verhalten lenken, können wir anfangen, bewusstere Entscheidungen zu treffen und netter mit uns selbst umzugehen.
Die inneren Antreiber sind psychologische Konzepte, die tiefe, oft unbewusste Überzeugungen und Muster darstellen, die unser Verhalten beeinflussen. Diese Antreiber wurden erstmals von dem Psychologen Eric Berne in seinem Werk "Spiele der Erwachsenen" beschrieben und spielen eine zentrale Rolle in der Transaktionsanalyse. Sie sind wie unsichtbare Kräfte, die uns dazu motivieren, auf bestimmte Weise zu handeln.
1. Beeil dich: Das Bedürfnis, alles immer so schnell wie möglich zu erledigen. Es kann dazu führen, dass man ständig gestresst und gehetzt ist. Zum Beispiel: Eine Person fühlt sich gestresst, wenn sie nicht als erste in der Warteschlange ankommt, selbst wenn es keinen Zeitdruck gibt. Oder jemand hetzt durch das Essen, um schnell zum nächsten Termin zu gelangen, ohne das Essen wirklich zu genießen. Dadurch können sich Personen ständig unter Druck setzen, Aufgaben so schnell wie möglich zu erledigen, auch wenn es auf Kosten ihrer Genauigkeit und ihres Wohlbefindens geht.
2. Sei stark: Die Überzeugung, dass man keine Schwäche zeigen darf und immer stark sein muss. Es kann dazu führen, dass man seine eigenen Bedürfnisse und Emotionen unterdrückt. Zum Beispiel: Ein Mensch zeigt nie Schwäche oder bittet um Hilfe, selbst wenn er überlastet ist und Unterstützung benötigt. Oder jemand verbirgt seine Traurigkeit vor anderen und zeigt ständig ein Lächeln, um nicht verletzlich zu wirken. Dieser Antreiber führt dazu, dass sich eine Person selbst dazu zwingt, ihre Emotionen zu verbergen und immer ein starkes Äußeres zu zeigen, selbst wenn sie innerlich kämpft.
3. Sei perfekt: Der unerbittliche Drang, alles perfekt zu machen. Es kann dazu führen, dass man sich ständig überfordert und nie zufrieden ist. Zum Beispiel: Eine Person kann sich nicht dazu bringen, ein Projekt abzuschließen, weil es nie "perfekt" genug ist, und verbringt endlose Stunden mit der Feinabstimmung (auch bekannt als "Verschlimmbesserung"). Oder jemand vermeidet es, neue Dinge auszuprobieren, aus Angst davor, nicht sofort perfekt darin zu sein.
Dieser Antreiber führt leicht dazu, dass wir uns verzetteln und viele Ressourcen verschwenden.
4. Sei gefällig: Das Bedürfnis, es allen recht zu machen und Konflikte zu vermeiden. Es kann dazu führen, dass man seine eigenen Bedürfnisse vernachlässigt. Zum Beispiel: Ein Mensch sagt "ja" zu allen Einladungen und Anfragen, auch wenn er dadurch überlastet ist und keine Zeit für sich selbst hat. Oder jemand stimmt einer Entscheidung zu, mit der er eigentlich nicht einverstanden ist, um Konflikte zu vermeiden und anderen zu gefallen. Dabei gibt es eine große Gefahr, sich zu übernehmen, indem wir Dinge tun, die wir eigentlich nicht tun möchten, oder indem wir gesellschaftlichen Erwartungen nachgehen.
5. Streng dich an: Die Überzeugung, dass man immer hart arbeiten muss, um erfolgreich zu sein. Es kann dazu führen, dass man sich selbst überfordert und nie ausruht. Zum Beispiel: Eine Person arbeitet ständig Überstunden, um die Erwartungen des Chefs zu erfüllen, auch wenn es auf Kosten ihrer Gesundheit und ihres Privatlebens geht. Oder jemand setzt sich selbst unter enormen Druck, immer besser zu sein als andere, und vergleicht sich ständig mit ihnen, um sich selbst zu motivieren. Die Gefahr hierbei ist, dass sich eine Person selbst dazu treiben könnte, immer mehr zu leisten und nie zufrieden zu sein, auch wenn sie bereits erfolgreich ist.
Diese Antreiber sind oft Sätze, die wir als Kinder oft gehört haben. Manchmal läuten sie noch in unseren Ohren und wir folgen ihnen blind, ohne zu überlegen, ob diese Sätze jetzt auch noch Sinn machen.
Die Auseinandersetzung mit den inneren Antreibern kann wichtige Hinweise geben, wie wir (unter Druck) funktionieren. Indem wir uns bewusst werden, wie diese Antreiber unser Verhalten beeinflussen, können wir anfangen, bewusstere Entscheidungen zu treffen und achtsamer mit unserem realen Leben umzugehen. Eine gute Möglichkeit dafür sind kostenlose Tests, die man online durchführen kann, z.B. bei https://transaktionsanalyse-online.de/antreiber-test/.
Am Ende ist es ein kleiner Teil einer langen Reise, die Zeit und Übung erfordert, aber die Belohnungen – ein tieferes Verständnis von uns selbst und die Befreiung von unbewussten Mustern – sind es wert.
Disclaimer: Dieser Text wurde mit Unterstützung von ChatGPT (Strukturierung und Beispiele sowie Fazit) erstellt. Zum Thema Antreiber habe ich schon einmal im November 2021 sehr ausführlich geschrieben.
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